Tipps zur Sattelkotrolle-Tipp 4: Die Auflagefläche der Sattelkissen

von Redaktion

Tipps zur Sattelkotrolle-Tipp 4: Die Auflagefläche der Sattelkissen

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Darstellung Sattelkissen

Die Kissen müssen satt und gleichmäßig aufliegen – warum ist das wichtig?

Die Auflagefläche der Kissen

Sobald Sie festgestellt haben, dass die Breite des Kissenkanals Ihres Sattels korrekt zu Ihrem Pferd passt, finden Sie heraus, ob die Sattelkissen gleichmäßigen Kontakt zum Pferderücken haben. Wir möchten, dass der Sattel auf der optimalen Sattelauflagefläche aufliegt, um das Reitergewicht auf einer Fläche von etwa 1420 Quadratzentimetern zu verteilen und an dem 18. Brustwirbel zu enden.

Wie stellt man fest, ob die Kissen gleichmäßig aufliegen?

Legen Sie Ihren Sattel ohne Sattelunterlage aufs Pferd. Legen Sie Ihre rechte Hand mit der Handfläche nach oben unter die Sturzfedern oder die Region der Steigbügelaufhängung. Halten Sie den Sattel leicht mit der linken Hand fest und bewegen Sie die rechte Hand langsam von vorne nach hinten. Ihre Hand liegt dabei mit dem sensiblen Handrücken flach auf dem Pferderücken auf. Fühlen Sie nach, ob es einen schönen, gleichmäßigen, durchgängigen Kissenkontakt von vorne nach hinten gibt. Wenn Sie mit der einen Seite fertig sind, wiederholen Sie das Gleiche auf der anderen Seite.

Sitzt der Sattel gut auf der vorderen und hinteren Auflagefläche, in der Mitte aber nicht, dann übt er vorne und hinten mehr Druck aus und es kommt zur sogenannten Brückenbildung (bridging). Liegt der Sattel dagegen in der Mitte fest und vorne und hinten locker, dann wippt er (rocking) und übt viel Druck in der Mitte aus. Das gesamte Reitergewicht liegt dann nur auf diesem Gebiet auf.

Beachten Sie bitte, dass manche Sättel mit Kissen ausgestattet sind, die ganz hinten etwas abflachen, so dass die letzten zwei oder drei Zentimeter keinen Kontakt mit dem Pferderücken haben. Das trifft vielleicht auch auf Ihren Sattel zu.

Dies wird in speziellen Fällen so gehandhabt, wenn ein großer Reiter auf einem Pferd mit kleiner Sattelauflagefläche reitet. Wenn es korrekt angepasst wurde, wippt solch ein Sattel nicht, obwohl einige Leute der Ansicht sein könnten, dass er es doch tun könnte, weil er einfach so aussieht. Der zusätzliche Raum ist auch wichtig, damit der Rücken sich aufwölben kann, wenn das Pferd in der Bewegung seine Hinterhand aktiviert.

Manchmal hören wir, dass Brückenbildung bei einem Sattel eigentlich gut ist, weil das Pferd ja beim Reiten den Rücken aufwölben soll und dann diesen Raum ausfüllt. Das klingt zunächst einmal logisch. In Wirklichkeit funktioniert es aber nicht.

Kratzen Sie einmal den Bauch Ihres Pferdes unten an der Bauchnaht, so dass es den Rücken aufwölbt. Sie werden sehen, dass die Mitte eines Sattels mit Brückenbildung noch immer keinen Kontakt mit dem Pferderücken hat.

Das Ziel einer Sattelanpassung ist ein Sattel, der das Reitergewicht gleichmäßig über der Sattelauflagefläche verteilt und der weder eine Brücke bildet, noch wippt.

 

 

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